Catrin Barnsteiner – Fräulein Schläpple

fräuleinschläpple


Catrin Barnsteiner – Fräulein Schläpples fabelhafte Steuererklärung

Klappentext
Fred Eisenbogen ist so korrekt, dass er Tipp-Ex pinkelt. Doch dann sieht er Sandra Schläpple in Sommerkleid und Gummi-Stiefeln und mit ihrer Steuererklärung im erdverschmierten Kuvert vor der geschlossenen Spätpost stehen. Für sie wagt er die erste Regelabweichung seines Lebens. Leider verpasst er dabei, ihr zu sagen, was er beruflich so macht. Aber wie denn auch! Kein Mann erzählt einer tollen Frau einfach so, dass er Finanzbeamter ist …

Rezension
Am Anfang des Romans steht quasi aus den Perspektiven der beiden Protagonisten eine kurze Einleitung in Beruf, Leben, Umfeld und Charakter der Personen Fred und Sandra. Als Leser merkt man schnell: Hinter den Charakteren steckt eine Menge Überlegung, sie sind zwar lange noch nicht ausgefeilt und besitzen wenig Tiefgang, aber sie haben ihre Ecken und Kanten – und vor allen Dingen besitzen sie eine Einzigartigkeit, die nur in wenigen anderen Büchern zu finden ist. Jedoch werden im Zuge dieser Vorstellung oft Ausführungen gemacht, die gerne einmal in Langatmigkeit ausschweifen – rein theoretisch kann der Leser an manchen Stellen 10 Seiten überfliegen und hat dennoch nichts verpasst.

In anderen Momenten geht es dann wieder von Jetzt auf Gleich. Plötzlich wendet sich alles in Freds Leben, er durchlebt eine 180° Wendung seines Charakters und verhält sich für seine Beschreibung vollkommen untypisch. Recht schnell lernt man, dass es wichtig ist, das Buch lediglich als witzige Unterhaltung zu sehen, von der Suche nach großem Realismus sieht man am besten ab, aber das heißt ja nichts negatives, solange man Schmunzeln kann. Und genau das kann man durchaus!

Man erhält einen sehr witzigen Einblick in das Leben einer schwäbischen Familie und den Alltag beim Finanzamt. Es werden eine Menge Klischees behandelt, die sich natürlich alle bestätigen. Der Schreibstil ist locker und sehr einfach zu verstehen – nur hin und wieder gibt es Durststrecken, wenn Situationen zu ausschweifend beschrieben werden und die Handlung sich darin verliert.

Fazit
Fräulein Schläpple ist ein sehr unterhaltsamer Roman, hinter dem aber nicht besonders viel logisches Handeln steckt. Hin und wieder verliert die Geschichte an Wind unter den Flügeln, sodass ich es als schwer empfand, mir vorzustellen, den Roman in einem Zug durchlesen zu können. Untypischerweise habe ich tatsächlich ein wenig länger gebraucht, um mich durch die circa 220 Seiten zu kämpfen. Dennoch habe ich mich im Endeffekt gut unterhalten gefühlt, doch der Funken schien nicht wirklich übergesprungen.

Fräulein Schläpples fabelhafte Steuererklärung erschien am 13. August 2013 im Verlag Bloomsbury Berlin unter der ISBN: 978-3827011510. Neugierig? Dann kaufe das Buch hier beim Berlinverlag.

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